Geschichtliches zum Ortsverband

Geschicklichkeit mit dem Hydraulikheber war auf dem LSHD-Wettbewerb in Düren gefragt
Gerätekraftwagen auf Basis des Magirus "Mercur"
Bergen eines Fahrzeuges aus der Rur

Der THW-Ortsverband Übach-Palenberg wurde 1972 gegründet, als die gänzliche Auflösung des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) bevorstand. Vorher was das THW zwar auch in Übach-Palenberg präsent, jedoch nicht unter dem Namen THW, sondern unter dem Namen des Fachdienstes „LS-Bergungsdienst (LS-B)“ – einer Teilgruppe des LSHD. 

Die damaligen Führungskräfte, allen voran der erste Ortsbeauftragte des THW in Übach-Palenberg, Walter Schwarz, suchten nach Möglichkeiten des Fortbestehens für die vier Bergungszüge (Helferstärke je 38 Mann) und eine Versorgungsgruppe (Helferstärke: 12 Mann), sowie einer Führungsgruppe Bereitschaft/Bergung. Insgesamt hatte der Ortsverband eine Helferstärke von 170 Mann. Die Unterbringung der Katastrophenschutzeinheiten und der Helfer war in den Anfangsjahren recht einfach – man kann auch sagen 'primitiv' .

Die Helfer der Einheiten waren in drei ehemaligen Verkaufs- und Geschäftsräumen von Einzelhandelsunternehmen in Übach aufgeteilt. In Garagen auf dem ehemaligen Zechengelände standen einige Fahrzeuge. Gelenkt wurde der damalige Ortsverband vom zentralen Büro aus, das sich in der Freiheitsstraße befand. Die Helfer zogen sich zum Dienstbeginn in der jeweiligen Unterkunft ihre Arbeitskleidung an, trafen sich an einem zentralen Ort und von dort ging es zu den verschiedenen Orten, an denen Fachausbildungen durchgeführt werden konnten. 

Eine Besserung der Unterbringung erfuhren die Helfer Mitte der 80er Jahre, als sie in die Unterkunft der Holthausener Straße umziehen konnten. Diese Gebäude wurden jedoch nach einiger Zeit der Nutzung verkauft. Nach einer mehrjährigen Unterbringung in der ehemaligen Produktionsräumlichkeiten der Firma Metallbau Schuler an der Jülicher Straße kam dann das Angebot dieses Unternehmens, dem THW hier an der Werkstraße 3 eine neue Unterkunft zu errichten. 

Der damalige Ortsbeauftragte Walter Schwarz sah sofort die Vorteile, die sich durch solch ein Angebot für das THW ergeben. Gemeinsam mit dem durch die Brüder Willi und Hans Schuler beauftragten Architekten entwarf er eine Unterkunft, bei der genau definiert ist, welche Platzangebote für die Kfz-Stellflächen, für Unterrichts- und Schulungsräume, für Bekleidungskammer und Werkstatt vorgesehen sind. Im Oktober 1993 wurde dann die neue Unterkunft in der Werkstraße eingeweiht, in der sich der Ortsverband bis heute befindet.

Gerätekraftwagen auf Magirus Deutz 170-D11
Aufgereihte Fahrzeuge des Bergungszuges - im Vordergrund ein Hanomag
Auf dem Übungsgelände - Ein Schreckensszenario, mit dem man während des kalten Krieges rechnete