Technik zum Mitnehmen...

...macht nur Sinn mit der richtigen Schutzausstattung. Wir schicken unsere Helferinnen und Helfer nur mit moderner Schutzkleidung in den Einsatz. 

Der multifunktionale THW-Einsatzanzug (MEA)

THW-Helfer mit MEA und Atemschutzgerät

Der Einsatzanzug des THWs mit seiner charakteristischen blauen Farbe ist vielerorts bekannt und auch in den Medien oft zu sehen. Im Frankreich-Einsatz im Jahr 2000 bekamen die Helferinnen und Helfer gerade wegen ihm den Spitznahmen "Die blauen Engel".
Der Anzug aus dem Hause GSG in Gerolstein ist aus hochwertigen und erprobten, umfassend schützenden Materialien hergestellt. Der Schnitt erfüllt die Anforderungen an den größtmöglichen Tragekomfort. Helferinnen und Helfer können sich daher sicher und komfortabel darin bewegen.

Das fluoreszierende Reflexmaterial an Jacke und Hose verbessert die Erkennbarkeit der Helferinnen und Helfer bei Dunkelheit und schlechter Sicht. Die „Leuchtstreifen“ selbst erfüllen die Anforderungen der EN 471 für Warnkleidung. Die atmungsaktive Klimamembran in der Jacke und in der Hose sorgt auch bei körperlicher Belastung für ein trockenes und warmes Innenklima. Die Membrane macht den Anzug wasser- und winddicht (nach den Anforderungen der EN 343) und schützt auch vor weniger aggressiven, flüssigen Chemikalien (Dichtigkeitstest nach EN 368). Die Tuchflächen und Nähte des MEA sind staubdicht.

Die Klimamembrane der Hose des Multifunktionalen Einsatzanzugs ist als herausnehmbare Innenhose gearbeitet. Das Außenmaterial der MEA-Hose und der Jacke erfüllt die Anforderungen für den Flammschutz (EN 532). Der Oberstoff ist schwerentflammbar und brennt im Falle eines Falles nicht nach. Durch offene Flammen wird das Gewebe physikalisch in ein schützendes Keramikgitter umgewandelt, das Helferinnen und Helfer vor der Flammwirkung schützt. Der Hitzeschutz eines Schutzanzuges der Feuerwehr nach HUPF wird jedoch nicht erreicht.

Der ganze Anzug ist dauerhaft antistatisch ausgerüstet. So ist der Einsatzschutzanzug auch für Elektroarbeiten einsetzbar.
Die Fleece-Innenjacke wärmt zusätzlich, besonders an kalten Tagen.
 

 

Einsatzhelm "Draeger HPS 4100"

Ein Erkennungsmerkmal für das THW: Der gelbe Einsatzhelm

Der "gelbe Helm" des THWs war immer ein Markenzeichen. Auch der neue Einsatzhelm aus dem Hause Draeger, der in vielen Punkten Vorteile gegenüber dem Vorgängermodell aufweist sticht wegen seiner gelben Farbe hervor.

Der Helm erfüllt die Anforderungen der EN 443. Das THW hat bei der Auswahl auch in Hinsicht auf die originären Aufgaben den Schutz vor mechanischen Gefahren höher bewertet, als den Schutz vor heißen Medien oder sehr großer Strahlungshitze. Die mechanische Schutzwirkung bleibt bei Außentemperaturen von – 40°C genauso erhalten, wie nach der Erhitzung durch Strahlungshitze (Test in Anlehnung an die ISO 6942).

Der Helm ist ohne jedes Anbauteil für jeden Einsatz zugelassen, bei dem nur ein Kopfschutz erforderlich ist, z.B. auch als "Kletterhelm" bei der Arbeit in Absturzgefahren oder bei der Rettung aus Höhen und Tiefen. Der Verschluss der 4-Punkt- Bebänderung stammt aus dem Fallschirmsektor und enthält eine definierte Sollbruchstelle. Verschiedene Adapter erlauben die Ergänzung des Helms, durch die ein Gehör-, Augen- oder Gesichtsschutz erreicht wird.

Die Isolierwirkung (Schutz vor dem Durchschlag elektrischer Energie) nach aktuellen Vorgaben wird gewährleistet. Früher wurden 1.000V Gleichstrom bewertet, heute 400 V Wechselstrom. Der Helm verträgt die Dekontamination nach dem aktuell für die Streitkräfte empfohlenen Verfahren.

Einsatzstiefel "Haix Special Fighter"

Einsatzstiefel des THW

Der halbhohe Einsatzschuh aus dem Hause Haix dient als Schutzbekleidung gegen fallende bzw. gleitende Gegenstände und gegen Fußverletzungen bei Treten auf spitze Gegenstände. Durch den Einsatz eines auf Teflon basierenden Laminates ist der Einsatzschuh außerdem absolut wasserdicht. Er bietet daher auch weitestgehend Schutz vor aggressiven Flüssigkeiten und Mikroben. Er besteht aus schwarzem, glattem, vollnarbig kombiniert gegerbtem "Waterproofleder", das wasser- abweisend ist. Die Sohle ist öl- und benzinbeständig und bedingt säuren- und laugenbeständig.

In dem Schuh ist eine Stahlkappe und eine durchtrittssichere Stahlzwischensohle eingearbeitet. Der hochwertige Einsatzschuh des THW erfüllt die Anforderungen der EN 345 S 3. Ein großer Vorteil dieses Schuhes gegenüber bekannten Schlupfstiefeln ist, dass durch das Schnür- Reißverschlusssystem eine sehr gute Anpassung an den Fuß des Trägers erfolgen kann. Die Schnürsenkel dienen nur der erstmaligen Einstellung, danach kann der Schuh durch öffnen und schließen des Reißverschlusses sehr schnell aus- und angezogen werden. Die Schnürsenkel sind aus Flammhemmendem Material.

Das wasserdampfdurchlässige Laminat ermöglicht es den Fußschweiß nach außen abzutransportieren. Der Fuß bleibt trocken und warm. Damit dieser Flüssigkeitstransport funktioniert, sind die Funktionssocken entwickelt und beschafft worden. Ihr spezieller Aufbau und die Materialzusammensetzung machen Schuhe Socken zu einen Klimasystem für die Füße.

Die Funktionssocken nehmen den Fußschweiß auf und leiten ihn gezielt an das Innenfutter des Stiefels ab, welches ihn nach außen verdampft. Durch die antistatische Ausrüstung ist der Einsatzschuh THW auch für Elektroarbeiten geeignet. Selbstverständlich sind die Schuhe frei von gesundheitsschädlichen Schadstoffen wie z.B. PCP, Azo Farbstoffen und Chrom6.

Einsatzschutzhandschuhe

THW-Handschuhe

Der THW-Einsatzschutzhandschuh wurde als universeller Schutzhandschuh entwickelt. Er soll einen Allroundschutz vor allem auch für unvorhersehbare Gefahren an Einsatzstellen bieten. Der Handschuh besteht in der Innenhand aus einem strapazierfähigen Rindkernspaltleder, mit einer temperaturbeständigen Ausrüstung und auf der Rückhand aus NOMEX mit einem aufkaschierten Filz aus KEVLAR. Durch eine GORE-TEX Membrane ist der Handschuh dicht gegen Wind und Wasser, aber trotzdem atmungsaktiv. Das Innenfutter aus KEVLAR gewährleistet einen sehr guten Schnittschutz, die Strickstulpe aus KEVLAR-CLEAN mit aufgesetztem Pulsschutz und ein Knöchelschutz aus Spaltleder runden den Handschuh ab. Dies verleiht dem THW-Einsatzhandschuh folgende Eigenschaften:

  • Abrieb-, stich- und schnittfest
  • rutschfest, auch bei glatten Oberflächen
  • wasserdicht, winddicht aber atmungsaktiv
  • Hitze- und Kälteschutz
  • dreidimensionaler, ergonomischer Schnitt
  • modernes Design

Bekleidung für Junghelferinnen und Junghelfer

Die Zeit der ''grauen Mäuse'' ist endgültig vorbei.

Der Jugendanzug dient als Arbeitsschutzkleidung für alle Tätigkeiten, mit denen Junghelfer befasst werden. Er wurde speziell für die THW-Jugend entwickelt. Der Anzug besteht aus einem wasserdichten aber atmungsaktiven Anorak, einer Fleecejacke und einer Bundhose. Schmale, gelbe Reflexstreifen heben den Anzug optisch hervor. Zur Unterscheidung zum Multifunktionalen Einsatzanzug wurde der Jugendanzug unter anderem mit hellblauer Schulterpartie und kleinen Applikationen an der Hose versehen.

Der Jugendanzug erfüllt die Anforderungen der Europäischen Norm (EN) 340 für persönliche Schutzausstattung (PSA). Das Obermaterial ist ein Materialgemisch aus Polyester und Baumwolle, welches wasser- und ölabweisend ist. Die Jacke des Jugendanzuges ist mit einem hochwertigem Innenliner ausgestattet, welcher die Jacke regen- und winddicht macht.

Das Bekleidungssystem der THW-Jugendlichen besteht aus dem Jugendanzug, einem Funktions-T-Shirt, dem Sicherheitsschuh der Fa.  Haix und einem Schutzhelm nach EN 398. Alle Materialien sind so aufeinander abgestimmt, dass Feuchtigkeit von Innen nach außen abgeleitet wird. In dem Anzug bleibt ein angenehm-trockenes Innenklima erhalten.