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Das
Kernbohrgerät ist im Grunde eine überdimensionale Bohrmaschine.
Der Unterschied zu einer normalen Bohrmaschine oder einem Bohrhammer
liegt darin, dass es nicht mittels eines drehenden Schlagwerks einen
Bohrer mit max. 30-40mm in das Material hinein treibt, sondern eine, mit
Industriediamanten besetzte, zylinderförmige Bohrkrone in das Material
schneidet (bei unserem Gerät bis zu einem Durchmesser von 250mm). Das zu
schneidende Material spielt hierbei so gut wie keine Rolle, und reicht
von leicht schneidbaren Porenbetonwänden, über Kalksandstein- oder
Klinkerwände, bis hin zu massiven Stahlbetonbauteilen.
Unser Gerät des Typs "Karat 250" - schon vor Jahren von der
Helfervereinigung angeschafft - unterscheidet sich allerdings in einigen
Details von dem neuen StAN Gerät der B2 (B): Zum einen haben wir die
Möglichkeit, unser komplettes Gerät nicht nur mit Schrauben im Beton zu
verankern, sondern können es ihn jeder Lage und in jeder Ausbaustufe
mittels zweier Vakuumpumpen an einem mehr oder weniger ebenen Untergrund
festsaugen (z.B. Betonflächen, KS-Mauerwerk oder Asphalt).
Zudem gibt es zusätzlich, zu der ca. 100cm langen Führungsschiene für
den Bohrschlitten noch eine zweite ebenfalls 100cm lange, um 360°
drehbare Führungsschiene, die es in Kombination beider Elemente
ermöglicht, fast jeder Bohrsituation gerecht zu werden.
Nutzen für das THW:
Der Vorteil eines Kernbohrgerätes liegt darin, relativ schnell und
vibrationsarm Durchbrüche in Hindernissen zu erstellen, um z.B. an
Verschüttete zu gelangen.
So lassen sich durch diese Öffnung z.B. zur Menschenrettung
lebensrettende Materialien hindurchreichen oder Maßnahmen durchführen,
so z.B. Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser oder Sauerstoff, oder auch
nur, um einen ersten, nicht nur akustischen, sondern auch visuellen
Kontakt herzustellen.
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