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Bereits
im Jahre 1919 hatte der ehemalige Pionieroffizier Otto Lummitzsch die Idee,
ehrenamtliche Helfer mit technischem Fachwissen zu gewinnen, um bei Katastrophen
und Unglücksfällen mit technischem Gerät Hilfe zu leisten.
Er gründete 1919 die "Technische Nothilfe" (TN). Diese Organisation
war bereits ausschließlich von dem humanitären Gedanken getragen - wurde allerdings
mit dem Ende des 2. Weltkrieges von den Alliierten aufgelöst.
31 Jahre nach der Gründung, am 22. August 1950, wurde Otto Lummitzsch von dem damaligen
Bundesminister des Inneren, Dr. Gustav Heinemann beauftragt, erneut eine
Organisation mit ehrenamtlichen Helfern für den technischen Zivil- und
Katastrophenschutz aufzubauen. Dies war die Geburtsstunde des heutigen THWs - Es
wurde als "nicht rechtsfähige Bundesanstalt des öffentlichen Rechts" aufgrund
des Erlasses des Bundesministerium des Innern (Errichtungserlass) errichtet und
ist seit 1992 direkt dem Bundesinnenministerium unterstellt.
Mit seinen über 60.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, verteilt auf insgesamt 669 Ortsverbände, bildet das THW neben den Feuerwehren einen wesentlichen Bestandteil im Hilfeleistungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Aber auch weltweit ist das THW ein Begriff: In zahlreichen Auslandseinsätzen wie z.B. in Frankreich, im Iran, Mexiko, oder den Niederlanden konnte das THW effektiv und schnell technische Hilfe leisten.
Bundesweit sind rund 850 hauptamtliche Mitarbeiter in den Geschäfts- und
Landesbeauftragten- Dienststellen sowie in der THW-Leitung in Bonn/Bad Godesberg tätig. Höchster Repräsentant aller
ehren- und hauptamtlichen Angehörigen ist der Präsident Dipl.-Ing. Albrecht
Broemme.
Zum Einsatz kommt das THW immer dann, wenn die Folgen von Katastrophen, größeren
Schadensereignissen oder schweren Unfällen durch sein Können, seine
Fachkompetenz und seine umfangreiche Ausstattung zu bewältigen sind.
Wenn Sie nämlich Verstärkung brauchen - viel Verstärkung, weil ihre eigenen
Kräfte quantitativ nicht ausreichen, oder sehr spezielle Verstärkung, weil
ungewöhnliche Aufgaben zu lösen sind, kann das THW in vielen Fällen wirksam
helfen. Das THW hat einen strukturellen Vorteil in die Wiege gelegt bekommen: Es
ist bundesweit einheitlich organisiert. Dadurch verhallt der Ruf nach
Verstärkung durch das THW nicht an Kommunal- oder Ländergrenzen. Gleichzeitig
kann der nächstgelegene Ortsverband sowohl schnell mit ersten Einsatzkräften
Hilfe leisten als auch Spezialausstattung und Verstärkungskräfte überörtlich
heranführen. Im Vorfeld bietet die THW-Struktur Ansprechpartner auf örtlicher,
regionaler, Landes- und Bundesebene. Örtlich vertritt der Ortsbeauftragte die
Bundesbehörde THW. Er ist wie seine Helfer im Ortsverband ehrenamtlich tätig.
Die einzelnen Einheiten des THW - Technische Züge mit spezialisierten
Fachgruppen - sind Bestandteil der Ortsverbände.

